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Gesetzliche Rahmenbedingungen

Mit einer Reihe von Gesetzen, Anreizen und Förderungen steuern Bund und Länder die Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Wer einen Neubau oder eine Sanierungsmaßnahme plant, für den sind einige Gesetze und Regelungen unmittelbar relevant.

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Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die EnEV definiert Mindeststandards für die energetische Gebäudequalität. Beurteilt wird jeweils die Gesamtenergiebilanz eines Gebäudes, in die sowohl die Eigenschaften der Anlagentechnik als auch des baulichen Wärmeschutzes einfließen. Bei Neubau und Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen die Vorschriften eingehalten werden. Aber auch für bestehende Gebäude gibt es Nachrüstpflichten.

Wesentlich für die Beurteilung der Energiebilanz ist der Primärenergiebedarf. Er bezieht sich auf die beheizte Wohnraumfläche und berücksichtigt neben dem Energiebedarf für Heizung und Warmwasser auch die Verluste, die bei der Gewinnung des Energieträgers, dessen Aufbereitung und Transport anfallen. Die Nutzung erneuerbarer Energien wirkt sich dagegen positiv auf die Beurteilung der Gesamtenergiebilanz aus. Weitere Vorschriften sind Mindestanforderungen an die Gebäudedichtheit und für Wärmeverluste über die Gebäudehülle (sogenannte Transmissionswärmeverluste).

Aktuelle Informationen:

www.enev-online.de

www.bmi.bund.de (> Themen > Bauen & Wohnen > Bauen > Energieeffizientes Bauen und Sanieren)

www.verbraucherzentrale.de (> Wissen > Energie > Energetische Sanierung)

Ausblick: Gebäudeenergiegesetz GEG

Wer plant und baut, sollte die Energiestandards im Blick behalten, die zum Zeitpunkt des Bauantrages gelten werden: Die im Juli 2018 in Kraft getretene EU-Gebäuderichtlinie, die die Energie-Standards bis zum Jahr 2030 festsetzt, wird voraussichtlich 2019 auch bei uns umgesetzt. In diesem Zusammenhang wird der Bund die Energievorgaben in einem neuen GebäudeEnergieGesetz (GEG) vereinfachen. In diesem Gesetz sollen das Energieeinsparungsgesetz EnEG, die EnEV und das EEWärmeG zusammenführt werden. Das GEG wird unter anderem den Niedrigstenergie-Standard für Neubauten fordern: ab 2019 für öffentliche und ab 2021 für private Gebäude.

Aktuelle Informationen: www.enev-online.com

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

Zweck des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes ist es, den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte zu steigern und damit auch die Weiterentwicklung der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien zu 
fördern. Eigentümer von Neubauten sind verpflichtet, für ihre Wärme- und Kälteversorgung einen festgeschriebenen Anteil erneuerbarer Energien zu nutzen. Wenn das nicht möglich ist, dann können stattdessen andere klimaschonende Ersatzmaßnahmen ergriffen werden, beispielsweise eine stärkere Dämmung, der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (z. B. einem Blockheizkraftwerk) oder die Nutzung von Abwärme (z. B. aus Fernwärme).

Informationen: www.erneuerbare-energien.de (> Recht und Politik)

Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV)

Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen

Die Verordnung gilt sowohl für Heizkessel, die mit Öl oder Gas betrieben werden, als auch für Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe, wie Kaminöfen oder Holzpelletheizungen. Neue Anlagen müssen strenge Grenzwerte für Feinstaub, Kohlenmonoxid (CO) und andere Schadstoffe einhalten sowie bestimmte Mindestwirkungsgrade erreichen. Bestehende Anlagen müssen, falls die Grenzwerte nicht eingehalten werden, nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden.

Informationen erhalten Sie bei Ihrem Kaminkehrer oder unter: www.bmub.bund.de (> Themen > Luft · Lärm · Verkehr > Luftreinhaltung > Heizen mit Holz)

Trinkwasserverordnung

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Schutz vor Legionellen in Mietshäusern

Entgegen dem Bestreben, aus energetischen Gründen ein Heizungs- und Trinkwassersystem mit niedrigen Temperaturen zu betreiben, kann das für die Trinkwasserbereitung unangenehme Folgen haben. Denn bei Temperaturen von 25-50 °C können sich Legionellen besonders gut vermehren. Das Einatmen von Wasserdampf, der mit diesen Bakterien belastet ist (z. B. beim Duschen oder bei Klimaanlagen), kann zu einer lebensgefährlichen Infektion führen. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, soll in jeder Warmwasseranlage eine Temperatur von möglichst 60 °C erreicht werden. Seit 2012 sieht die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) strengere Regeln für die Untersuchungen auf Legionellen vor, die nahezu alle vermieteten Mehrfamilienhäuser in Deutschland betreffen.

Betroffen sind Trinkwasseranlagen...

  • mit Duschen oder wasservernebelnden Einrichtungen
  • die im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit Trinkwasser abgeben
  • und Großanlagen im Sinne der TrinkwV: zentrale Warmwasserspeicher mit einem Volumen von mehr als 400 l und/oder einem Inhalt von mehr als 3 l in mind. einer warmgehenden Rohrleitung zwischen Speicher und Entnahmestelle. (Die Warmwasserbereitung in 1-2-Familienhäusern zählt nicht zur Definition einer Großanlage.)

Informationen: www.umweltbundesamt.de (> Themen > Wasser > Trinkwasser)