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Photovoltaik und Stromspeicher

Wer seinen Strom mit der Kraft der Sonne selbst erzeugt, der macht sich unabhängig von der Preispolitik der Stromanbieter. Insbesondere der Eigenverbrauch des Stroms ist dabei interessant. Bereits heute ist der selbst erzeugte Strom günstiger als der Strom, den Sie bei einem Stromversorger einkaufen.

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Voraussetzungen

Wichtige Voraussetzungen für die Erzeugung von Solarstrom sind die Statik und der allgemeine Zustand des Dachs. Am Dach sollten die nächsten 20-25 Jahre keine größeren Reparaturen durchgeführt werden müssen. Wenn gerade ohnehin eine Dachsanierung ansteht, bietet sich die Installation einer Photovoltaikanlage dagegen an. 

Um den Stromertrag aus direkter Einstrahlung zu maximieren, ist eine Ausrichtung des Dachs nach Süd, Südost bzw. Südwest von Vorteil. Aber auch Dächer mit einer Ost-West-Ausrichtung werden zunehmend interessant. Hier können zwar insgesamt weniger Kilowattstunden erzeugt werden als auf Süddächern, aber der Ertrag wird vor allem in den Morgen- und Abendstunden generiert – genau dann also, wenn der Strom im Haushalt auch verbraucht wird.

Technik und Anlage

In Solarzellen wird Lichtenergie in elektrische Energie umgewandelt. Es gibt verschiedene Zelltypen (amorph, polykristallin oder monokristallin), die sich hinsichtlich Herstellungsaufwand und damit Kosten und Wirkungsgrad unterscheiden. Hier sollten Sie intensiv vergleichen.

Da Solarzellen Gleichspannung abgeben, Verbrauchsgeräte und das öffentliche Stromnetz aber mit Wechselspannung arbeiten, benötigen Sie einen Wechselrichter, der die Spannung umwandelt. Der Wechselrichter sorgt dafür, dass die Anlage bei optimaler Spannung arbeitet und eine maximale Leistung abgibt. Achten Sie beim Kauf auch auf den Wirkungsgrad dieses Wechselrichters, damit bei der Umwandlung keine Energie verlorengeht.

Wie viel Potenzial steckt in Ihrem Dach?

Einen ersten Anhaltspunkt, wie viel Strom Sie auf Ihrer Dachfläche produzieren könnten, liefern Berechnungs-
hilfen im Internet:

www.solarserver.de (> Service & Tools)

www.co2online.de (> Service > EnergiesparChecks > SolardachCheck)

Leistung und Wirkungsgrad

Die Leistung einer PV-Anlage wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Mit Peak ist hier die Spitzenleistung bei optimalen Bedingungen gemeint. In unserer Region können mit einer 1-kWp-Anlage (ca. 7 m2 Fläche) etwa 1.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt werden. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Jahres-Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts liegt in Deutschland etwa bei 4.000 kWh.

Der Wirkungsgrad einer Anlage gibt an, wie viel Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt werden können. Die vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrade weichen allerdings wegen der Verluste durch Verschmutzung, Reflexion und den Wechselrichter häufig vom realen Wirkungsgrad ab. Durchschnittlich liegt der Wirkungsgrad je nach Zelltyp bei rund 8-22 %. Auch eine ungünstige Dachneigung, geringfügige Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser o. ä. können den Stromertrag deutlich reduzieren.

Stromspeicher

Der Vorteil liegt auf der Hand: Ist der Anteil des selbst erzeugten Stroms am Haushaltsstrom insgesamt relativ hoch, dann muss weniger Strom zugekauft werden und Sie werden unabhängiger von steigenden Strompreisen. Wie groß die Eigenverbrauchsquote einer PV-Anlage ist, kann aber bewusst erhöht werden – z. B. durch den Einsatz der stromintensiven Haushaltsgeräte gerade in den Stunden, in denen die Sonne scheint. Eine solche Lastverschiebung kann auch durch den Einsatz von Zeitschaltuhren oder automatisierten Hausanlagen erreicht werden.

Mithilfe von Batteriespeichern kann der in den Sonnenstunden erzeugte Strom zeitversetzt genutzt werden, sodass sich die Eigenverbrauchsquote weiter erhöht. Wer auf diese Weise einen Großteil des selbst erzeugten Solarstroms auch selbst nutzt, kann bereits Autarkiequoten von über 80 % erreichen. Auch die Nutzung eines Elektroautos kann die Eigenverbrauchsquote weiter erhöhen. Das Auto nimmt dann zugleich die Funktion eines Stromspeichers wahr.

Welche Speichergröße ist sinnvoll?

Je nach Größe des PV-Speichers kann der Eigenverbrauchsanteil des selbst erzeugten Stroms steigen, und damit Ihre Unabhängigkeit. Wie das bei der Stromversorgung Ihres Gebäudes aussehen kann, macht ein Online-Tool der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin anschaulich: pvspeicher.htw-berlin.de (> Online-Tools)

Faustregel zur Abschätzung der Speichergröße: Jahresstromverbrauch kWh : 1000 = ca. Speichergröße in kWh

Strom einspeisen

Überschüssiger Strom kann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden und Sie können dafür zusätzliche Einkünfte einplanen. Denn Sie erhalten dafür vom örtlichen Stromversorger eine Einspeisevergütung, die im EEG festgelegt ist. Die Höhe dieser Einspeisevergütung ist in der Vergangenheit stark gekürzt worden, und trotzdem zahlt sich die Investition in eine PV-Anlage nach wie vor aus: Zum einen sind die Anlagen heute relativ günstig geworden, zum anderen bietet der Eigenverbrauch des Stroms bei den mittlerweile hohen (und weiterhin steigenden) Strompreisen eine kostengünstige Alternative.

Förderung

Die KfW stellt für die Errichtung von PV-Anlagen zinsgünstige Darlehen zur Verfügung. Eine Förderung für einen Speicher kann über die Effizienzhausprogramme oder über einen Kredit mit Tilgungszuschuss erfolgen.

Informationen: www.kfw.de

Solarinitiative im Nürnberger Land

Der Landkreis Nürnberger Land mit seiner Unabhängigen Energieberatungsagentur ENA setzt sich zusammen mit der Innung Sanitär- und Heizungstechnik, der Sparkasse Nürnberg und dem Bund Naturschutz dafür ein, dass im privaten wie im öffentlichen Bereich Solaranlagen realisiert werden. Bei den Mitgliedern der Solarinitiative Nürnberger Land erhalten Sie kompetente Informationen über die Nutzung der Solarenergie. Eine Liste der Mitglieder finden Sie auf den Internetseiten des Landkreises:

www.nuernberger-land.de (> Verwaltung und Bürgerservice > Energieberatung / Klimaschutz > Energie aus Sonne)

Elektromobilität

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Wer seinen Strom über eine Photovoltaikanlage selbst erzeugt, der kann mit einem Elektroauto einen wesentlichen Beitrag zu einer CO2-Minderung leisten und tut außerdem noch etwas für die Luftreinhaltung in den Innenstädten. Zugleich nimmt das E-Auto die Funktion eines Stromspeichers wahr, sodass der in den Sonnenstunden erzeugte Strom zeitversetzt genutzt und damit der Anteil des Eigenverbrauchs gesteigert werden kann.

Die Bundesregierung fördert die Elektromobilität in Deutschland durch einen Umweltbonus für elektrisch betriebene und hybride Fahrzeuge, den Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur sowie durch steuerliche Anreize. Die N-ERGIE fördert mit dem CO2-Minderungsprogramm den Einbau von Wand-Ladestationen für Elektroautos.

Zahlreiche Apps machen eine schnelle Suche und auch die Bezahlung an den Ladesäulen möglich. Eine Karte mit aktuell zur Verfügung stehenden Lademöglichkeiten in Ihrer Region finden Sie unter: www.ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de

Weitere Informationen:

www.elektromobilitaet-bayern.de