Klimaschutzmanagement – Was ist das denn? Wozu brauchen wir sowas?

„Schönen guten Tag! Mein Name ist Tina Paulus. Ich bin die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Nürnberger Land.“ Seit Februar 2015 darf ich mich offiziell so nennen und mich persönlich erfüllt das ein bisschen mit Stolz, denn mir macht mein Beruf sehr viel Spaß. Doch es passiert mir ganz oft, dass ich auf meine einführenden Worte nur fragende Blicke ernte. „Sie sind was? – Klimaschutzmanagerin, … aha … und was machen Sie da?“

Ein Manager plant, organisiert, führt, koordiniert und kontrolliert. So zumindest erklären Wirtschaftslexika ganz allgemein die Aufgaben eines Managers. Genau das beinhaltet meine Arbeit in Bezug auf die Klimaschutzaktivitäten des Landkreises. Ich bin verantwortlich für die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK), welches 2012 im Kreistag verabschiedet wurde.

Das IKSK wurde durch das Institut für Energietechnik (IfE) aus Amberg erstellt. Es enthält eine erste Energie- und CO²-Bilanz sowie eine Potenzialanalyse zur Umsetzung der Energiewende im Landkreis. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, der aufzeigt welche Handlungsoptionen das Nürnberger Land hat. Das IKSK ist somit die Ausgangsbasis und der rote Faden meines Handelns als Klimaschutzmanagerin.

Ambitionierte Ziele

Die Energie- und CO²-Bilanz mit den Daten von 2010 hat ergeben, dass die Bewohner des Nürnberger Landes pro Kopf 9,7  t CO² im Jahr verursachen. Schwer vorstellbar? Stimmt. Besonders weil es sich bei Kohlendioxid um ein Gas handelt. Ein Hilfsmittel ist die räumliche Darstellung. Eine Tonne CO²-Gas in Raumvolumen beträgt umgerechnet 556.200 l. Eine Tonne CO² benötigt also ein Volumen von 556,2 m³. Das entspricht einem Würfel von 8,22 m Kantenlänge. Oder Sie denken an das 25-m-Becken in der Fackelmann-Therme. Dies entspricht auch in etwa dem Raumvolumen einer Tonne CO².

Wir im Nürnberger Land verursachen folglich mehr als neun solcher Becken voll mit CO². Jeder von uns, jedes Jahr. Das soll sich bis 2030 ändern. Im IKSK wurde berechnet, dass eine Reduktion des CO²-Ausstoßes um 43 % gegenüber 2010 zwar ambitioniert, aber möglich ist. Damit würde der durchschnittliche Pro-Kopf-Ausstoß auf 5,5  t pro Einwohner sinken.

Gemeinsame Aktivitäten

Klimaschutz ist mehr als nur Energiesparen. Das ist zumindest meine persönliche Überzeugung. Jeder Einzelne kann zum Schutz des Weltklimas beitragen und seinen individuellen Schwerpunkt setzen: regional einkaufen, Wasser sparen, weniger Auto fahren, seine Heizung erneuern, ... Nicht jeder muss alles tun, aber jeder sollte etwas tun. Diese Botschaft möchte ich vermitteln.

Öffentlichkeitsarbeit ist deshalb auch ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Tätigkeit. Alleine kann und will ich aber nicht die über 165.000 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises überzeugen. Dazu brauche ich aktive Unterstützung. Aus diesem Grund ist die Netzwerkbildung eine andere wesentliche Säule meines Tuns. Ohne kompetente und engagierte Partner aus der Verwaltung, den Bürgerinitiativen, den Vereinen, Organisationen, der Politik, der Wirtschaft, dem Handel und den Schulen wäre Klimaschutzmanagement nicht machbar und die Ziele des IKSK nicht erreichbar.

Machen Sie mit! Kommen Sie zu einer meiner Infoveranstaltungen oder planen Sie gemeinsam mit mir eine Klimaschutzkampagne.

Landratsamt Nürnberger Land – Kreisentwicklung/Klimaschutzmanagement – Tina Paulus

Waldluststraße 1, 91207 Lauf a.d.Pegnitz
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